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Rückblick 2017 und News

Liebe Freunde der Quechua Schule

Wir haben eine sehr bewegte Zeit betreffend 2017 hinter uns und zum Teil auch noch vor uns. Es gab und gibt verschiedene Herausforderungen zu bewältigen.

Durch lang andauernde Lehrerstreiks ab Mitte 2017 in der Gegend von Cusco blieben die Schulen hier mehr als zwei Monate geschlossen, die Lehrer erstellten Blockaden an touristisch wichtigen Strassen, der Tourismus wurde so mehr oder weniger lahmgelegt und die Lebensmittel-Preise erhöhten sich um mehr als das Doppelte. Der Ausnahmezustand wurde ausgerufen. Und Chani, mein Mann, hatte dadurch kaum Arbeit im Tourismus, aber 72 Kinder zu ernähren. Schützlinge von Chani, welche die öffentliche Schule besuchen und kein Zuhause haben, konnten wohl in der Schule in ihrem „Schlafraum“ weiterhin wohnen bleiben, aber bekamen in dieser Zeit keine Mahlzeiten von der Schule verabreicht.

Inzwischen hat sich die Situation wieder entschärft, die Schulen sind wieder geöffnet und die Preise gesunken. Doch seit dem lang andauernden Lehrerstreik wurde den Kindern in den öffentlichen Schulen das von der Regierung gratis offerierte Frühstück vorerst mal gestrichen.

Auch die Staats-Krankenkasse, wo auch „unsere“ Kinder versichert sind, ist wegen Geldmangels lahmgelegt. Der Staatspräsident hat bisher noch nichts Sichtbares unternommen, diese Krankenkasse zu sanieren und wieder zum Funktionieren zu bringen. D. h. wenn ein Kind erkrankt, müssen wir die Krankheitskosten (hoffe, nur eine gewisse Zeit) wieder selber bezahlen. Es ist noch immer so, dass das fehlende Schulfrühstück aber auch die „geldlose“ Krankenkasse bis jetzt noch keine Lösung gefunden haben.

Im November 2017 konnten wir nun den grösseren Teil unserer Schützlinge ein weiteres Jahr in die öffentliche Schule einschreiben, was gewährleistet, dass diese Kinder auch weiterhin in dieser Schule einem Raum zum Schlafen haben. Der Schuldirektor ist meinem Mann auch soweit entgegen gekommen, so dass er das Schulgeld für diese Kinder in drei Raten zahlen kann. Die erste wurde im November 2017 beglichen.

Gegen Bezahlung kann mein Mann den kleineren Teil seiner Schützlinge (25) in einem alten Haus unterrichten, in welchem diese Kinder dort auch übernachten können. Doch in diesem Fall muss für 2019 eine andere Lösung gefunden werden, da dieses Haus nächstes Jahr abgebrochen werden wird.

Wir sind auch daran, ein Grundstück zu erwerben, um darauf eine eigene Schule mit Heim für sozial benachteiligste Kinder und Strassenkinder zu bauen.

Wir sind froh und dankbar um jede Spende, um diesen Kindern Schulgeld, Schulmaterial, Lebensmittel, Kleider, Schuhe, ein Dach über dem Kopf, Krankheitskosten, etc. bezahlen zu können. Wir sind natürlich auch froh um jede Unterstützung, was das Bauen anbelangt.

Im Miteinander sind wir stark! Gemeinsam können wir viel Positives bewirken! Von Herz zu Herz!  Mit grosser Dankbarkeit nehmen wir jede Spende entgegen.Tausend Dank für Eure Mithilfe!

Herzliche Grüsse aus Cusco, Peru
Isabella und Chani

Schul-Frühstück gestrichen

Schul-Frühstück, bisher von der Regierung gratis spendiert, ist gestrichen worden,
zumindest mal für den Moment.

Die Staats-Krankenkasse hat kein Geld mehr zur Verfügung. D. h. auch wenn unsere Kinder krankenversichert sind, müssen wir zumindest für den Moment die Kosten für den Arzt, Medikamente, Spital, Beerdigung wieder selbst übernehmen. Wir hoffen, dass die Regierung bald mal eine Änderung vornimmt und die Krankenversicherung der Kinder wieder funktioniert.